Neues Glas im alten Rahmen

Presse-Information

Aachen, Februar 2010

Glastausch statt Fenstertausch spart Zeit, Aufwand - und Energie

Wenn Wärme auch bei geschlossenem Fenster nach draußen gelangt, wird es Zeit für eine Renovierung. Eine gute und saubere Alternative zum aufwendigen Fenstertausch ist der Austausch alter Glasscheiben gegen moderne, energiesparende Isoliergläser. Eine Maßnahme, die auch das Ehepaar Ronkholz überzeugt hat. Mit dem Ergebnis der Fenstersanierung und vor allem der schnellen Durchführung sind sie mehr als zufrieden. Finanziell gefördert wurde die Maßnahme mit einem Kredit der KfW-Bank.

Als Edelgard und Horst Ronkholz aus Krefeld beschlossen, ihr Haus energetisch zu sanieren, war klar: wenn schon, dann richtig. Das 1962 gebaute und Anfang der 1980er-Jahre modernisierte Haus sollte mit Dämmung, Solar, Heizung, Fotovoltaik – und natürlich auch den Fenstern energetisch auf den neuesten Stand nach der EnEV 2009 gebracht werden. Eines stand jedoch von vornherein fest: Es sollten auf keinen Fall die kompletten Fenster ausgewechselt werden, das wäre den Ronkholz’ zu viel Aufwand gewesen. Außerdem hatten sie schon 1982 dreifach verglaste Holzfenster einbauen lassen, mit einem Ug-Wert von 2,2 W/m²K. Eine Berechnung des energetischen Kosten-Nutzen-Verhältnisses der jeweiligen Modernisierungsmaßnahmen ergab: An erster Stelle stand eine neue Brennwertheizung, gleich an zweiter hochwärmedämmende Fenster. Ziel war ein Ug-Wert von 0,7 W/m²K.

Glasermeister Uwe Behrens von Glas Trienes und der Fensterbauer der Firma Eicker bestätigten nach eingehender Prüfung, dass dieser Wert mit einem Glastausch zu erreichen sei. Behrens empfahl die Dreifach-Isoliergläser SGG CLIMATOP ULTRA N. Die neuen Scheiben waren 6 mm dicker als die alten. „Kein Problem für die Rahmen“, so Behrens, „die Leisten ließen sich kürzen, so dass wir die 6 mm auffangen konnten.“ Einzige Ausnahme: Der Rahmen der großen Fensterfront mit Schiebetür, bisher ebenfalls dreifachverglast, konnte die modernere, dickere Dreifach-Variante nicht verkraften – die Leisten hätten nicht montiert werden können. Stattdessen empfahl Trienes das hochwärmedämmende Zweifach-Isolierglas SGG CLIMAPLUS ULTRA N mit einem Ug-Wert von 1,1 W/m²K, was immerhin eine Halbierung des alten Wärmedämmwertes bedeutet.

Bevor die Isoliergläser bestellt wurden, stellte der Ingenieur Horst Ronkholz mit Kollegen bauphysikalische Berechnungen an, um sicherzugehen, dass alle Wärmedämmmaßnahmen aufeinander abgestimmt waren. Die Fachleute waren sich einig: Mit der guten neuen Wärmedämmung und einer relativ offenen Bauweise bestehe keine Gefahr der Kondenswasserbildung an anderen Bauelementen.

Für den Einbau „mussten wir nichts wegräumen“, so Edelgard Ronkholz, „nur die Fensterbänke freimachen und zwei Tische etwas in den Raum rücken.“ Die Fachleute entfernten die Leisten und die alten Silikonverfugungen. Danach wurden die Scheiben herausgehoben und die Rahmeninnenseite gesäubert. Anschließend wurden die neuen Isoliergläser in den alten Rahmen gedrückt, das Glas ausjustiert, die gekürzten Leisten montiert und die Außen- und Innenseite mit Silikon versiegelt. Am meisten überrascht hat das Ehepaar Ronkholz die Geschwindigkeit der Baumaßnahme: „Im Schnitt nur eine Stunde pro Fenster und gute zwei für die große Terrassenfront hat das Team gebraucht.“ Danach waren die Räume wieder blitzblank, weder Tapete noch Putz waren beschädigt. Die bessere Wärmedämmung der neuen Scheiben haben Edelgard und Horst Ronkholz sofort bemerkt: „Als noch nicht alle Fenster neue Gläser hatten, haben wir unsere Hand auf die Scheiben gelegt und konnten den Unterschied sofort fühlen“.

Der Glastausch bei Edelgard und Horst Ronkholz war Teil eines gesamten Sanierungskonzeptes mit aufeinander abgestimmten Maßnahmen. Aber auch ein Glastausch kann für sich genommen bereits zu erheblichen Energieeinsparungen führen. Da dies auch gesetzgeberisch gewollt ist, werden bestimmte Standards bei Neubau und Renovierung in der EnEV geregelt. Damit einher gehen auch Fördermaßnahmen wie Kredite oder Investitionszuschüsse, die Privatpersonen z. B. bei der KfW-Bank beantragen können. Zudem können Handwerkerkosten steuerlich geltend gemacht werden. Ob im Rahmen einer umfassenden Sanierung oder als Einzelmaßnahme: veraltetes gegen wärmedämmendes Isolierglas auszutauschen ist eine lohnende Aktion, die sich auf jeden Fall auszahlt.

Weitere Informationen

Der Ug-Wert bezeichnet die Wärmedurchlässigkeit, d. h. je niedriger der Ug-Wert einer Verglasung ist, desto weniger Wärme kann durch das Glas entweichen und desto größer ist die Wärmedämmung.

Förderung durch die KfW-Bank

Die KfW Privatkundenbank fördert Privatpersonen und Vermieter beim Bauen, Sanieren und Energie sparen. Dabei stehen solche Investitionen im Fokus, die die Lebensqualität der Menschen nachhaltig verbessern. Das KfW-Förderangebot reicht vom zinsgünstigen Kredit für den Kauf, die Modernisierung oder den altersgerechten Umbau der eigenen vier Wände über Zuschüsse und Kredite für die energetische Sanierung der eigenen Immobilie bis hin zur Finanzierung der Nutzung erneuerbarer Energien. Speziell für einzelne Sanierungsmaßnahmen wie z. B. Fenster- oder Glastausch werden zinsgünstige Kredite in Höhe von bis zu 50.000 Euro vergeben. Detaillierte Informationen im Internet unter www.kfw-foerderbank.de

Ansprechpartnerin für die Presse: Janina Wotske

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Die neuen Scheiben werden in den bestehenden Rahmen eingesetzt

©CLIMAplusSECURIT-Partner / Foto: André Boeck

 

 
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Der Glastausch bei der Terrassentür ging ohne Schmutz und ohne Beschädigung von Tapeten, Wänden oder Böden vonstatten

©CLIMAplusSECURIT-Partner / Foto: André Boeck